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De l'Autre Côté du Rhin - Auf der anderen Rheinseite

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Par , France Bleu Elsass

Freitag – und wie immer schauen wir auf die andere Rheinseite und das, was die deutschen Medien über das Elsass schreiben. Gibt es in der aktuellen Pandemie-Krise denn auch noch andere Themen?

Kai Littmann & Jonathan Wahl
Kai Littmann & Jonathan Wahl © Radio France - X. Zaepffel

Naja, heute haben wir ein etwas politisches Thema, das diese Woche durch die deutschen Medien gegangen ist. Die Badische Zeitung berichtet darüber, dass der gescheiterte OB-Kandidat Alain Fontanel die Stimmung in Straßburg mit Falschinformationen über eine angebliche Absage der Sommerbeleuchtungen der Straßburger Kathedrale lanciert hatte, was sehr heftige Reaktionen in der Stadt ausgelöst hatte, wo man den „Fake News“ von Alain Fontanel Glauben geschenkt hatte. Auf einmal beklagte sich die ganze Stadt darüber, dass die neue, grüne Stadtregierung Straßburger Traditionen abschaffen wolle – und das Ganze nur aufgrund einer bewusst lancierten Falschmeldung.

Aber das Spektakel „Son et lumière“ soll doch diesen Sommer tatsächlich nicht im gewohnten Format stattfinden, oder?

Nein, in der Tat – die Stadt Straßburg hat die Bevölkerung aufgefordert, Projektideen für Sommerspektakel rund um die Kathedrale und an anderen, dezentralen Plätzen in der Stadt einzureichen.

Dann hat also Alain Fontanel doch Recht gehabt?

Nein, denn Fontanel hatte eine „Information“ veröffentlicht, in der stand, dass die Stadtregierung dieses Sommerspektakel für die nächsten sechs Jahre abschaffen will und dass diese Entscheidung nichts mit der aktuellen Pandemie-Krise zu tun habe. Und diese „Information“ war schlicht und ergreifend eine Lüge, eine klassische „Fake News“, die auch sofort von den Medien aufgenommen und verbreitet wurde. Zum einen, und das hat die Stadt auch klar so kommuniziert, ist diese Formatänderung in diesem Jahr auf dieses eine Jahr beschränkt, und nicht etwa für sechs Jahre geplant und zum anderen ist diese Programmänderung einzig und alleine der sanitären Situation geschuldet. Da heute niemand sagen kann, wo wir in drei Monaten stehen, wie die „dritte Welle“ der Pandemie verläuft und ob es im Sommer überhaupt Touristen in der Stadt geben kann, handelt es sich um eine Vorsichts-Maßnahme, mit der die Stadt verhindern will, dass viel Geld in ein Programm investiert wird, das eventuell im Sommer gar nicht stattfinden kann.

Und was denkt die Badische Zeitung über diesen Vorfall?

Naja, man wundert sich schon, was den Oppositionspolitiker Fontanel geritten haben kann, die ohnehin seit einem Jahr schwer geprüfte Straßburger Bevölkerung durch eine solche Falschmeldung aufzuhetzen. Dabei weist die Badische Zeitung darauf hin, dass Fontanel an der Sitzung teilgenommen hatte, bei der dieses alternative Sommerprogramm beschlossen wurde und er daher diese „Fake News“ wohl ganz bewusst in die Welt gesetzt hat. Aber der Artikel stellt diese Falschinformationen richtig, so dass man wenigstens auf der deutschen Seite verstanden hat, dass die Straßburger Stadtregierung nicht etwa einfach alte Traditionen abschaffen will, sondern im Gegenteil, dass man alles versucht, trotz der Pandemie den Sommer so gut es geht für die Straßburger selbst und auch für eventuelle Besucher zu retten. Da muss man nun hoffen, dass möglichst viele Elsässer auch die Badische Zeitung lesen, um nicht dieser „politischen Fake News“ auf den Leim zu gehen…

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