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Billet d'humeur

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Kai Littmann
Kai Littmann © Radio France - Jonathan Wahl

Kai Littmann, le programme de l'écomusée intéresse aussi la presse allemande

Diffusion du vendredi 6 octobre 2017 Durée : 2min

Chaque vendredi, Kai Littmann vous donne le point de vue de la presse allemande dans sa chronique transfrontalière.

Wie jede Woche schauen wir auch heute über die Grenze – was für Elsässer Themen haben denn die deutschen Medien in dieser Woche beschäftigt?

Da gab es gleich mehrere Themen, wie beispielsweise den Rücktritt des Präsidenten der Region Grand Est Philippe Richert, aber viel schöner fand ich einen langen Bericht in der Badischen Zeitung über das Herbstprogramm des Ecomusée d’Alsace im oberelsässischen Ungersheim. In diesem Bericht wird das Programm präsentiert und das Bemerkenswerte daran ist, dass inzwischen über solche Themen aus der gemeinsamen Region berichtet wird, als ob es nie eine Grenze zwischen beiden Ländern gegeben hätte.

Was mögen denn die deutschen Besucher am meisten im Ecomusée ?

Die deutschen Besucher mögen besonders dieses Museumkonzept zum Anfassen und Mitmachen. Speziell jetzt im Herbst können die Besucher ja bei vielem selbst Hand anlegen – zum Beispiel an diesem Sonntag, wenn im Ecomusée Apfelsaft aus Streuobst hergestellt wird, oder an den Wochenenden darauf, wenn Geigenbauer und Ofensetzer ihr Können zeigen. Dass die ökologische Dimension eine wichtige Rolle spielt, gefällt den Besuchern aus Deutschland und vor allem dem benachbarten Baden ebenfalls – immerhin ist Südbaden politisch gesehen eine der grünsten Regionen Deutschlands…

Dabei fehlt es in der Region ja nicht gerade an Freizeitparks…

Ja, aber für das deutsche Publikum ist das Ecomusée un Ungersheim die perfekte Alternative zu Angeboten wie dem Europapark. Gerade der nicht so kommerzielle Aspekt, das Bewahren von Traditionen und dem Kulturerbe der Region, das sind Punkte, in denen sich die deutschen Besucher wiederfinden – was ja nicht zuletzt die weiter steigenden Besucherzahlen des Ecomusées zeigen. Schön ist, dass das Ecomusée als ein Stück gemeinsamen Kulturerbes am Oberrhein betrachtet wird und das ist es ja tatsächlich auch!