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Événements

Kai littmann, Vor 100 Jahren änderte sich der Grenzverlauf im Südwesten !

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Par , France Bleu Elsass

Kai Littmann seht un's jede friddi was iwer's Elsass im Ditschland verzehlt wort.

 Kai Littmann
Kai Littmann © Radio France - France Bleu Elsass

Uff de andere Rhii-Sitt – 18 OCT 2019

Wie jeden Freitag wollen wir auch heute wissen, was die deutsche  

Presse über das Elsass schreibt und jede Woche haben wir interessante  

Themen – worüber haben denn die deutschen Kollegen in dieser Woche  

berichtet?

Die Stuttgarter Zeitung hat einem 100. Jahrestag einen Artikel  

gewidmet, mit dem Titel: „Vor 100 Jahren änderte sich der Grenzverlauf  

im Südwesten.“ Und hinter diesem eigentlich noch nicht viel  

aussagenden Titel verbirgt sich der 100. Jahrestags des Endes des  

„ehemaligen Reichslands Elsass-Lothringen“, das 1919 durch den  

Versailler Vertrag wieder zu Frankreich kam.

Und was sagt der Artikel?

Heute, 100 Jahre später, wird dieses Kapitel der wechselvollen  

Geschichte des Elsass als eine historische Episode betrachtet und  

entsprechend nüchtern wird darüber berichtet. So erzählt der Artikel  

die Geschichte des Reichslands, die 47 Jahre lang dauerte und das  

Gebiet der beiden elsässischen Departements und der Moselle umfasste.  

Und um ehrlich zu sein, in Deutschland kennt eigentlich außer  

Historikern niemand mehr die Geschichte dieses annektierten  

Reichslands und auch die Namen des damaligen Oberpräsidenten und der  

Reichsstatthalter sind in den Wirren der Geschichte in Vergessenheit  

geraten.

Gibt es denn in Deutschland noch Menschen, die eine Nostalgie für  

diese Zeit haben?

Nein, ganz bestimmt nicht. Das Elsass ist für die Deutschen einfach  

die französische Grenzregion, in der man gut essen und Wein trinken  

kann und die das Tor zu Frankreich ist. 100 Jahre, nachdem das Elsass  

wieder zu Frankreich kam, gibt es natürlich auch keine Zeitzeugen  

mehr, die sich nostalgisch an diese Zeit erinnern könnten.

Und gibt der Artikel irgendeine Bewertung dieser Zeit ab?

Das Ende des Artikels in der Stuttgarter Zeitung ist überraschend. Da  

schreibt der Kollege „Aus heutiger Sicht sind das Elsass und seine  

Bewohner Musterbeispiele für multiple Identitäten“. Und damit meint  

der Autor nicht etwa, dass die Elsässer gespaltene Persönlichkeiten  

hätten, sondern dass die Elsässer aus ihrer bewegten Geschichte heraus  

eine ganz eigene Identität haben, in der sich verschiedene kulturelle  

Einflüsse wiederfinden und die das Elsass ganz besonders machen, so,  

wie es ja auch schon der Schriftsteller Carl Zuckmeyer in „Des Teufels  

General“ beschrieben hat.

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