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La chronique de Kai - Kais Kolumne

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Par , , France Bleu Elsass

Dans sa chronique, Kai Littmann aborde aujourd'hui les mouvements de protestation des paysans alsaciens et allemands. In seiner Kolumne diskutiert Kai Littmann die Protestbewegungen elsässischer und deutscher Bauern

Jonathan Wahl & Kai Littmann
Jonathan Wahl & Kai Littmann © Radio France - Jonathan Wahl

Alsace, France

Auch, wenn heute Feiertag ist, wollen wir trotzdem über den Rhein schauen und sehen, was die deutschen Medien über das Elsass berichten. Was für ein Elsass-Thema hat denn die Medien in dieser Woche interessiert? 

Diese Woche gab es mehrere Berichte über den Ärger der elsässischen Bauern, die sich mit ganz ähnlichen Themen herumärgern müssen wie ihre Kollegen in Deutschland. Nach den großen Bauernprotesten Anfang Oktober in Straßburg und parallel dazu in Deutschland stattfindenden Protesten sieht man nun, dass die Probleme auf beiden Seiten des Rheins für viele Bauern existenzbedrohend sind.

Und was sagen die deutschen Medien über die Probleme der elsässischen Bauern?

Sie haben viel Verständnis, zumal gerade auch in Deutschland eine grosse Protestaktion läuft, die allerdings wesentlich stiller ist als die Proteste in Straßburg, wo es Demonstrationen und Straßensperrungen gab. Auf beiden Seiten des Rheins leiden die Bauern unter immer schwerer zu durchschauenden europäischen Vorschriften, unter einer undurchsichtigen Subventionspolitik und unter einbrechenden Preisen, die den Bauern gezahlt werden. Dazu kommen Probleme wie beispielsweise mit dem Glyphosat, das die Arbeit der vielen Biobauern in der Region sehr erschwert.

Und wie protestieren die deutschen Bauern?

In Deutschland läuft seit einigen Wochen die Aktion „Grünes Kreuz“. Die Bauern stellen am Straßenrand zu ihren Feldern grüne Kreuze auf, an denen Zettel angebracht sind, auf denen die Sorgen und Forderungen der Bauern stehen.

Und gibt es Punkte, an denen badische und elsässische Bauern gemeinsam arbeiten können?

Gemeinsam protestieren, auf jeden Fall. Aber die Probleme der Landwirte sind in erster Linie Probleme der Politik. So gehören die Freihandelsabkommen wie das CETA mit Kanada zu den Sorgen, denn sowohl in Nord- wie auch in Südamerika wird Fleisch nach weniger strengen Normen und vor allem wesentlich günstiger produziert und da rollt eine Wettbewerbswelle auf die Bauern in der Region zu, die für viele von ihnen existenzbedrohend ist. Doch die Bauern selbst können nur auf diese Probleme hinweisen, handeln muss die Politik.

Und mit der sind die Bauern auf beiden Rheinufern nicht zufrieden...

Nein, denn immer wieder haben sie das Gefühl, dass Beamte in Brüssel ohne Sachkenntnisse der Realitäten vor Ort Richtlinien und Vorschriften erlassen, die kaum umgesetzt werden können und bei denen es alleine schon schwierig ist, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Die Bauern auf beiden Seiten des Rheins fordern nichts anderes als Respekt und Arbeitsbedingungen, mit denen sie ihre Bauernhöfe weiter bewirtschaften können. Und genau das ist momentan gefährdet, die Landwirtschaftspolitik wird nur noch für die riesigen agro-industriellen Betriebe gemacht und die kleinen Bauern, vor allem im Biobereich, bleiben auf der Strecke. Da sollte sich schnell etwas ändern!

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