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Société

La chronique franco-allemande de Kai Littmann : les marchés de Noël à l'heure de l'état d'urgence

vendredi 25 novembre 2016 à 15:09 Par Pierre Nuss, France Bleu Elsass

Vendredi 25 novembre, la plupart des marchés de Noël ouvrent en Alsace. Le journaliste allemand Kai Littmann passe au crible les journaux allemands.

Kai Littmann
Kai Littmann

Strasbourg, France

Regardez la chronique transfrontalière de Kai Littmann, ùff (Hoch-)Dittsch :

Guten Morgen – welches elsässische Thema hat denn die deutschen Medien in dieser Woche beschäftigt?

Tja, das Thema, das diese Woche im Vordergrund stand, war natürlich die Verhaftung mehrerer islamistischer Terroristen in Straßburg und Marseille, und die Erklärung von Innenminister Cazeneuve, dass nach 8 Monaten Ermittlung ein Attentat in Frankreich verhindert werden konnte.

Und was haben die Medien dazu geschrieben?

Zunächst gab es etwas Verwirrung, da die Verhaftungen in Straßburg Erinnerungen an das Jahr 2000 weckten, als ein Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt verhindert werden konnte – daher dachten viele, dass es wieder um einen Anschlagsplan auf den Straßburger Weihnachtsmarkt ging. Erst nach und nach wurde dies relativiert und obwohl in allen offiziellen Stellungnahmen nur die Rede von einem Anschlag in Frankreich war, ohne dass ein genaues Ziel genannt wurde, glauben immer noch viele, dass es sich erneut um einen geplanten Anschlag in Straßburg handelte.

Was hält man denn von der Entscheidung, den Weihnachtsmarkt trotz dieses Zwischenfalls stattfinden zu lassen?

Das halten alle für richtig. Auch in Deutschland weiß man, dass in Straßburg zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, um einen möglichst hohen Grad an Sicherheit zu erzielen, und dass es eine 100% Sicherheit nicht gibt, das ist auch uns in Deutschland klar. Eine solche Entscheidung ist sicherlich für die Verantwortlichen nicht einfach zu treffen, doch ist das allgemeine Gefühl, dass wir uns das Leben nicht von fanatischen Terroristen diktieren lassen dürfen.

Werden die deutschen Besucher trotzdem in diesem Jahr nach Straßburg kommen?

Es wäre jetzt schön, einfach mit „Ja; na klar“ zu antworten, doch muss man realistisch bleiben – der eine oder andere wird schon ein mulmiges Gefühl haben und eher die Weihnachtsmärkte in anderen Orten oder gleich auf der deutschen Seite besuchen. Wobei man allerdings festhalten muss, dass es diese 100% Sicherheit auch dort nicht gibt. Man muss also mit einem leichten Rückgang der Besucherzahlen aus Deutschland rechnen, aber sicher nicht mit einem Einbruch.

Und heute Abend geht es dann auch schon los…

Genau – und wenn der Weihnachtsmarkt erst einmal eröffnet wird, die Temperaturen auf Glühweinniveau sinken, was ja schon nächste Woche der Fall sein soll, dann kommt die Adventsstimmung von ganz alleine. Und dann sollte man an Bredele, Lebkuchen und Huguettes sensationelle Vanillekipferl und das Fest des Teilens denken – denn darum geht es jetzt in der Adventszeit. Schönes Wochenende!